Vortragsreihe 2006

 

16.11.2006

Es geht um die Liebe! Was ist die Liebe? "Liebe ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen, ein Tier oder eine Sache zu empfinden fähig ist. Im weiteren Sinne bezeichnet Liebe eine ethische Grundhaltung.....", so steht es im Wikipedia.
Liebe ist....an jemanden zu denken ohne nachzudenken, Liebe ist.....wenn es mit einem Piep anfängt und mit einem Dong aufhört. Liebe ist... gemeinsam nach ihren Kontaktlinsen zu suchen. Doch Liebe ist auch nach Brasilien zu gehen, Menschen aus Not, Dreck und Verwahrlosung zu holen, Liebe ist auch freiwillig Verantwortung zu übernehmen.
"Liebe ist das einzige, das mehr wird, wenn ich es verschwende", so nennt Martina Franck, Religions- und Sozialpädagogin ihr Referat, das sie am 14. November im Europa-Park hält.
Über siebzig Menschen sind gekommen um ihr zuzuhören, lassen sich einfangen vom - wie immer - besonders schönen (eigentlich liebevollen) Ambiente des Hotel Colosseo und von den Worten dieser jungen Frau, die seit dreizehn Jahren Projektarbeit betreibt, ja eigentlich Pionierarbeit leistet. Die es gelernt hat zu verhandeln, weiß, dass Uhren manchmal anders ticken und dass es noch andere Werte gibt als die Europäischen.
Es geht um Recife, Brasilien, es geht um obdachlose, alte Menschen, für die kein Platz mehr ist, die nach einem langen Arbeitsleben ohne soziale Absicherung und ohne Familie in den Armutsvierteln leben, auf der Straße, in Erdlöchern. Die erstarrt sind unter Dreck, eitrigen Wunden und Enttäuschung. Die hungern und betteln und oft sprachlos sind.
Martina zeigt einen Film und Martina spricht dabei. Über das Altenheim und ihre Betreuer und Bewohner. Sie sehen fröhlich aus, sie lachen und tanzen. Es geht um Dona Belmira, die so gerne lesen lernen möchte, um Dona Guilherma, die 105 Jahre alt ist, oder um Dona Maria, die stark behindert ist. Sie sind sauber und satt, sind medizinisch versorgt und haben Ansprache, Sie lachen und tanzen - nicht nur für die Kamera, das Lachen kommt von innen und die Fröhlichkeit ist echt.
Martina lacht auch viel und gerne. Mit einem Lächeln geht sie durch die Armutsviertel, lächelnd spricht sie mit den Obdachlosen, denn ein Lächeln und positive Gespräche sind Balsam im harten Alltagsleben, sind der Schlüssel zu den Menschen.
Die Zuhörer sind betroffen und berührt und sehr nachdenklich. Vor ihnen steht eine Frau, die Solidarität und Nächstenliebe lebt, die vor vielen Jahren eine sichere Position aufgegeben hat, um ihren Traum zu leben, um ihre persönlichen und spirituellen Erfahrungen zu machen und es keinen Tag bereut hat. Die schwierige Situationen durchgestanden hat und daran gewachsen ist, die vom Kreislauf der Liebe spricht. "Liebe ist ein Geben und Nehmen ohne Erwartung. Was Sie einem Menschen geben, kann von einem völlig anderen zurückkommen", sagt sie.
Der Vortrag ist zu Ende, doch die Menschen bleiben einfach sitzen. Sie sind sehr still. Sie wollen noch mehr - vielleicht haben sie auch einen eigenen Traum. "Wenn einer alleine träumt, dann ist das nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, dann ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit", ist der Leitsatz von Martinas Projekt. Ihre Erfahrung nach 13 Jahren Projektarbeit: "Lebe Deinen Traum, soweit Du es verantworten kannst".
Am Ausgang warten über siebzig kleine Rosentöpfchen, genug für alle Anwesenden. Ein Geschenk von Marianne Mack, der Initiatorin dieses Abends. Es ist ein besonderes Geschenk. "Geben Sie diese Rose weiter - bereiten Sie damit einem Menschen eine besondere Freude - geben Sie Liebe - sie wird wieder zurückkommen!"
Martina Franck beendet den Abend, doch sie steht bereit für einzelne Gespräche. Manchmal fließen ein paar Tränen, ein junger Mann möchte nach Brasilien, viele sehr persönliche Fragen muss sie beantworten und das Spendenkästchen wird gefüllt.
Was ist Liebe? Liebe ist das einzige Spiel, bei dem es nur Sieger gibt. Liebe ist Harmonie. Liebe ist Nächstenliebe ,aber auch Eigenliebe. Liebe ist ...zu über siebzig fremden Menschen ohne jegliche Berührung Nähe zu spüren.

Die neue Vortragsreihe im Europa-Park ist kein Kommerz. Initiiert von Marianne Mack und begleitet von Barbara Dickmann, Journalistin, arbeiten alle Beteiligten ehrenamtlich. Die Einnahmen kommen caritativen Projekten zugute. Die Idee: Den Menschen aus der Region Tipps und Anregungen zu geben, vielleicht sogar neue Perspektiven zu eröffnen, um das heute so komplizierte Leben etwas einfacher zu gestalten. Martina Francks Vortrag war kostenlos. Bis jetzt sind bereits € 450,- gespendet worden, weitere € 1.000,- sind zugesagt und etliche Besucher möchten mit kleinen, regelmäßigen Beträgen das Projekt unterstützen.
Im kommenden Frühjahr wird die Vortragsreihe fortgesetzt werden und zwar mit folgenden Themen: "Vom richtigen Zeitpunkt - Leben nach dem Mondkalender", mit Johanna Paungger und Thomas Poppe, "Hildegard von Bingen - Ernährung und Medizin", mit Dr. Strehlow und " Tu was" - ein Abend mit Dr. Petra Mommert-Jauch, Walking- und Gesundheitsexpertin, mit anschließendem Seminar. ck.

Das Projekt: Die christliche Initiative "Casa do Amor" wurde 1994 von dem Brasilianer Daniel Rolim und Martina Franck gegründet. Am 6.1.995 wurde das Altenheim eröffnet, um obdachlose alte Menschen von der Straße und aus Armutsvierteln zu holen. Finanziert wird die Initiative durch den Verein Pontes do Amor - Brücken der Liebe e.V., der von Martina Franck und ihrem Freundeskreis in Deutschland gegründet wurde. Ziel des Vereins ist neben der Finanzierung der sozialen Arbeit auch die konzeptionelle und persönliche Begleitung der Mitarbeiter/innen und Betreuten. Der gleichwertige Austausch der beiden Partnerorganisationen bereichert die Menschen beider Kulturen und ermöglicht interkulturelle Begegnungen. Das langfristige Ziel ist die Verbesserung des brasilianischen Sozialsystems, so dass ausländische Hilfe überflüssig wird. Hierzu ist eine breite Öffentlichkeitsarbeit und ständige Auseinandersetzung mit Vertretern der politischen Verbände und der Regierung notwendig. Durch Besuche bei Regionalpolitikern, Briefe, Fernsehreportagen, Radiosendungen und Ausstellungen macht das Casa do Amor auf sein Anliegen aufmerksam. Es werden Treffen organisiert für alle, die in der Alten- und Obdachlosenarbeit tätig sind, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam eine starke Lobby zum Wohl alter und mittelloser Menschen in Recife zu bilden. Der Verein ist dankbar für regelmäßige Spenden über einen längeren Zeitraum hinweg. Aber auch einmalige Spenden sind natürlich herzlich willkommen. Pontes do Amor garantiert, dass das gespendete Geld ausschließlich zu 100 Prozent der sozialen Arbeit des Casa do Amor zukommt und deren Verwendung genau nachgewiesen wird. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. (Info unter www.casadoamor.de, Postanschrift: Pontes do Amor e.V. c/o. Norbert Frank, Bendelstr. 23, 52062 Aachen, Tel. 0241-25310) Spendenkonto: Pontes do Amor - Brücken der Liebe e.V. Kontonummer: 37060193 Pax Bank e.G. Aachen, BLZ 39160191.

Martina Franck stellt ihr Projekt im Europa-Park vor
- die Zuhörer sind begeistert
Vom Kreislauf der Liebe - Lebe Deinen Traum

 

12.10.2006

Anna F. steht mit beiden Beinen im Leben. Die drei "Ks" - Kinder, Kirche, Küche erledigt sie perfekt, ihre Beziehung ist O.K. und was sie mit ihrem Halbtagsjob verdient, wandert auf das gemeinsame Konto. Anna F. geht es super gut. Anna F. bekommt ihr Haushaltsgeld, da ist ihr Mann ganz großzügig. Und wenn sie nicht gerade den teuersten Fummel kaufen will, rückt er gerne noch etwas extra für seine attraktive Frau heraus. Doch wo das gemeinsame Geld genau hinwandert, weiß sie nicht. "Das macht alles mein Mann", sagt sie immer und darüber ist sie froh. Nur mit Schrecken denkt sie zurück an das erste Beratungsgespräch vor etlichen Jahren bei ihrer Hausbank. Kein Wort hat sie verstanden und ihr Gegenüber in blauen Anzug schaute auch immer nur ihren Mann an. Nein danke, einmal reicht, das hat sie sich in den letzten Jahren erspart.

Doch als sie auf das Thema "Frauen und Finanzen" stößt und dem dazu angebotenen Vortrag mit einer unabhängigen Finanzberaterin und einem Portfolio-Manager im Europa-Park schwankt sie wie ein Fähnlein im Winde. Vielleicht sollte sie doch mal... wer weiß, was im Leben noch alles passiert...schaden kann es ja eigentlich nicht...und was ist eigentlich ein Portfolio-Manager? Anna F. rafft sich auf, gemeinsam mit einer Freundin marschiert sie am 10. Oktober zum Europa-Park. "Schau mal, wie schön", flüstert ihre Freundin und Anna F. fühlt sich gleich wohl. Blühende Blumen und große, brennende Kerzen! So richtig fraulich und zum wohlfühlen erstrahlt der Tagungsraum im Hotel "El Andaluz". Anna F. ist begeistert. Der Weg hat sich schon jetzt gelohnt.

Irys Ehmann, unabhängige Finanzberaterin und Dipl.-Ökonomin, legt los. Ihr geht es nicht darum, jeden reich zu machen. Ihr geht es um ganz persönliche Lebensqualität. Ihr geht es um eigene finanzielle Sicherheit und um die Verwirklichung ganz persönlicher Wünsche und Träume. Und ihr geht es um den Faktor Zeit. Mit 20 Jahren regelmäßig € 50,- sparen, bringt mehr als erst mit 30 Jahren und dann mit € 100,- einzusteigen. Annas Stirn legt sich in Falten. Sie hat noch 25 Jahre. So lange will sie noch arbeiten und dann möchte sie reisen. Kleine Reisen, große Reisen, lange Reisen... Doch wieviel Geld braucht sie dafür zusätzlich? Wieviel muss sie jeden Monat zurücklegen? Mit welcher Rendite? Reicht das gemeinsame Geld dafür tatsächlich aus? Wie hoch ist eigentlich ihre Rente - falls es dann überhaupt noch eine gibt? Und was ist, wenn ihrem Mann etwas passiert? Annas Freundin sagt schon lange nichts mehr. Sie ist alleinerziehend und damit fast automatisch schon im Alter arm. Sie muss sich einfach mit Geld beschäftigen, ob sie es will oder nicht!

Doch jetzt kommen handfeste Tipps: "Legen Sie 10 Prozent ihres Einkommens auf die Seite. 10 Prozent verringern nicht ihre Lebensqualität. Richten Sie verschiedene Konten ein. Eins für langfristige, eins für kurzfristige und ein Spaßkonto für Urlaube, Kurse oder besondere Vorhaben. Streuen Sie Ihr Geld! Von langweiligen Sparbuch bis hin zu Fonds!" Anna F. schluckt. Sie hat noch nicht einmal ein eigenes Konto, geschweige denn drei. Anna F. schaut sich verstohlen um. Fast vierzig Frauen und nur zwei Männer hören interessiert zu.

Irys Ehmann macht Pause und Edgar Mitternacht, Portfolio-Manager aus Freiburg, legt los. Anna hört erst gar nicht richtig zu, doch Edgar Mitternacht macht diese Fonds- und Aktiengeschichten wirklich einfach und durchlässig. Ach so funktioniert das! Und worauf man achten muss, kapiert sie sofort. Anna findet das spannend. Das würde ihr auch gefallen. "Wenn Frauen sich trauen, sind sie oft erfolgreicher als Männer", bestätigt der Portfolio-Manager. Und es gibt noch eine ganz andere Sorte von Frauen, die sich trauen. Denn jetzt steht Edda Schröder auf und berichtet von Fatima. Fatima hat im Hinterland von Uganda einen kleinen Lebensmittelladen. Das Dorf ist nicht an das Stromnetz angeschlossen, doch Fatima besitzt ein Mobiltelefon - das einzige im ganzen Dorf. Den Akku lädt sie mit einer Autobatterie und für ein paar Cent darf jeder in ihrem Laden telefonieren. Fatima hat für diese Investition einen Kredit von umgerechnet ein paar Dollar aufgenommen. Und Edda Schröder, die so lebendig berichtet, ist Chefin der Invest in Visions GmbH und gerade dabei, eine Fonds-Variante für den breiten Anlegermarkt zuzulassen, der genau diese Projekte, nämlich Micro-Kredite, finanzieren soll. "Das ist Hilfe zur Selbsthilfe, das finde ich toll", sagt Annas Freundin, zumal die Rendite auch noch um die 5 Prozent liegen soll. Dass Fatima im fernen Uganda dafür schlappe 30 Prozent pro Jahr zahlt, hört sich nur im ersten Augenblick so fürchterlich an. Die ganze Geschichte ist sehr kostenintensiv, die Raten werden Woche für Woche oder Monat für Monat vor Ort abgeholt und die Beratung ist sehr umfangreich. Fatima findet das sogar ausgesprochen günstig, denn die örtlichen Kredithaie verlangen 20 % am Tag und Banken gibt es dort nicht.

Annas Plan steht fest, wenn Fatima das schafft, dann schafft sie das auch. Der erste Schritt: Ein Tagesseminar mit Irys Ehmann im Europa-Park (siehe Info), damit sie weiß, wo sie steht und erkennt wo sie hin will und wie sie ihr Ziel erreichen kann. Die Resonanz aller Zuhörerinnen: Super Abend - viel Information und die Erkenntnis: "Geld steht jeder Frau". Wie immer, bei der neuen Vortragsreihe im Europa-Park werden die Eintrittsgelder für ein Kinderprojekt gespendet.

Vortrag im Europa-Park:
Frauen und Finanzen - Geld steht jeder Frau

 

Schlank und fit durch Nordic Walking:
Dr. Petra Mommert-Jauch im Europa-Park

05.05.2006

Der Abend ist der Traum jedes Biergarten-Wirtes. Sommerliche Temperaturen, grüne Wiesen, blühende Bäume - und doch sitzen über 60 Menschen am 3. Mai im Hotel Colosseo im Europa-Park, um eine Frau zu erleben, die ein Erlebnis ist. Dr. Petra Mommert-Jauch, Diplom-Sportlehrerin aus Donaueschingen und Walking-Expertin, will motivieren etwas zu tun. Schlank und fit durch Bewegung. Schlank und fit durch Walking oder Nordic Walking, ist ihr Thema.

Petra Mommert-Jauch gilt als die Walking-Expertin schlechthin und tanzt auf tausend Hochzeiten. Sie ist Dozentin an der Universität Karlsruhe, Geschäftsführerin und Ausbildungsleiterin des DWI-Deutschen Walking Instituts, Inhaberin des ISR-Instituts für Sport und Rehabilitation, Sportfachreferentin auf internationaler Ebene und so nebenbei TV-Ratgeberin und mehrfache Buchautorin. Können Sie sich vorstellen, wie schwer es war, diesen Vortragstermin zu vereinbaren? Denn ihre Familie und ihre Tiere sind auch noch da und die stehen weiß Gott nicht an hinterster Stelle. ,, Wir sind ein gutes Team“, sagt sie, wenn sie von ihrem Mann Uwe spricht, der sie auch an diesem Abend begleitet.
Petra legt los - mit fundierten, wissenschaftlich bewiesenen Ergebnissen und guten Nachrichten. ,, Machen Sie keine Diät im üblichen Sinne, verzichten Sie nicht, denn das ist über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt.“ Wer ständig Hunger hat ist schlecht gelaunt, mies drauf und die Nerven liegen blank. Der Trick ist vielmehr folgender: Bewegen Sie sich jeden Tag etwas mehr und essen Sie jeden Tag etwas bewusster - dann werden Sie sogar im Schlaf dünner! Das klappt! Sie glauben das nicht? Die Erklärung liefert Petra gleich mit. Hier ist sie: Durch mehr Bewegung erhöhen Sie Ihren Grundumsatz, also die Menge Kilokalorien, die Ihr Körper braucht, um zu funktionieren, ohne sich zu bewegen. Ein Beispiel: Eine Frau mit 1,70 Meter Größe und 63 Kilo Gewicht hat einen Grundumsatz von etwa 1500 Kilokalorien. Das braucht sie, um ihren Körper gegen Kälte zu schützen, für die Verdauung und und und....Jede Art von Bewegung, ja selbst ein gemütlicher Spaziergang durch den Wald, vergrößert automatisch den Grundumsatz ihres Körpers, noch Stunden danach läuft er auf vollen Touren, so dass frau auch Gewicht verliert, wenn sie längst gemütlich auf der Couch liegt. ,, Es muss kein Leistungssport sein, quälen Sie sich nicht, Bewegung muss Spaß machen und ein Training am Abend hat einen wesentlich höheren Effekt“, sagt Petra und lacht. Wussten Sie, dass ein Leistungssportler allein beim Ausruhen fünfmal mehr Energie verbraucht , als ein untrainierter Übergewichtiger? Und Ihr Ziel sollte nicht sein, etliche Kilos abzubauen, sondern mehr Muskelmasse aufzubauen.
Erstaunte Gesichter im Publikum. Ach so funktioniert die ganze Geschichte!
Petra ist schon eine erstaunliche Frau. Hohes Fachwissen gepaart mit der Begabung, das auch gut rüberzubringen. Und Petra ist voll bei der Sache - unter Einsatz ihres ganzen Körpers, denn wie was funktioniert, führt sie gleich vor.
Natürlich sind Walking und Nordic Walking auch absolute Themen und dabei kann man eine Menge falsch machen. Die neuesten Untersuchungen zeigen genau, das Nordic Walking tatsächlich fachliche Anleitung benötigt, wenn es nicht ,,Gehen am Stock“ oder sogar gesundheitsschädlich sein soll. Und es gibt auch Alternativen. ,, Versuchen Sie es mal mit Aqua-Jogging“, rät Petra.
Das ist ein Bewegungsprogramm unter Wasser, das die Durchblutung sogar noch steigert und die Gelenke auf natürliche Weise entlastet. Doch der Renner dieses Abends ist der ,,kurze Fuß“. So nennt Petra eine Übung, die aus unserem Alltag ein Fitnessstudio macht. Leider lässt der ,kurze Fuß sich kaum beschreiben. Doch sollten Sie demnächst im Supermarkt an der Kasse selbst an der längsten Schlange nur andächtig, angespannte und überhaupt nicht nervöse Frauen stehen sehen, fragen Sie sie einfach nach dem ,,kurzen Fuß “- sie waren bestimmt beim Vortrag im Europa-Park.
Noch mehr gute Nachrichten gefällig: Es müssen nicht immer dreißig Minuten sein - jede Minute, die Sie sich bewegen, zählt. Setzen Sie sich erreichbare Ziele und halten Sie durch. Keine Zeit? Ob Sie Zeit haben oder nicht, ist eine Sache der Prioritäten. Machen Sie Termine und halten Sie sie ein, als ob es der Friseurtermin wäre. Schon ein täglicher Mehraufwand von 150 Kilokalorien vermindert das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 25 Prozent, bei einer Verbrennung von 2000 Kilokalorien pro Woche reduziert sich das Risiko sogar um 50 Prozent.
Viele Fragen nach fast zweistündigem Vortrag - alle werden beantwortet. Die Zuhörer sind begeistert. Das war nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern wissenschaftlich fundierte Information mit allem Für und Wider. Wie immer, bei dieser neuen Vortragsreihe im Europa-Park, wartet ein kleines Geschenk auf die Besucher. Diesmal ist es ein Schrittzähler, ideal für 60 hochmotivierte Zuhörer, die gleich loslegen möchten.

Bücher zum Thema
Nordic Walking statt Diät, ISBN 3835400096, Nordic Walking Programme für Frauen, ISBN 3-405-16924-0, Nordic Walking - aber richtig, ISBN 3-405-16720-5, Walking und mehr, Schritt für Schritt zur Fitness, ISBN 3-89124-996-9, mehr Info unter: www.walking.de

 

Dr. Bettina Schembra referiert im Europa-Park
TCM - Traditionelle Chinesische Medizin -

was ist das eigentlich?

15.03.2006

Niels Bohr, der dänische Atomphysiker, hat einmal gesagt, dass das Gegenteil von einer tiefen Wahrheit nicht etwa ein Irrtum, sondern wieder eine tiefe Wahrheit sei.

Dr. Bettina Schembra, Gynäkologin aus St. Georgen im Schwarzwald, kann das nur unterstreichen. Sie beherrscht als Ärztin die tiefe Wahrheit der westlichen Medizin mit all ihren Segnungen. Doch gleichzeitig weiß sie um das Gleichgewicht der Kräfte, deren Erhaltung so wichtig ist. Kennt sie die richtige Mischung aus Säften, die Bedeutung von feucht und trocken, kalt und warm, hart und weich, aus denen Leben und Gesundheit erwächst. Dieses alte Wissen, das sich noch bis zu Pfarrer Kneipps Zeiten auch bei uns erhalten hatte, findet in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die vor 4.600 Jahren entwickelt wurde, ihre unerreichbare Systematik und Praktikabilität.

Am 15. März um 19.30 Uhr will Bettina Schembra über achtzig interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern im Hotel „El Andaluz“ im Europa-Park die tiefe Wahrheit der chinesischen Medizin näher bringen. Und die Ärztin legt los: Mit einem Kurztrip in eine Denkensweise, die für uns Europäer mehr als gewöhnungsbedürftig ist. Ohne Nacht kein Tag, ohne Erholung im Schlaf keine Aktivität, ohne Yin kein Yang. Wörtlich übersetzt sind Yin und Yang zwei Ufer eines Flusses. Die schattige Seite ist Yin und die sonnige Seite ist Yang. Yin und Yang - also die ständige Verwandlung vom Tag in die Nacht, von aktiv in passiv und wieder umgekehrt, beeinflussen sich gegenseitig. Hierdurch entsteht die Lebensenergie Qi. Ist diese Lebensenergie blockiert kommt es zur Erkrankung, genauso wie jede unnatürliche Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang Krankheit zur Folge hat. Und während Farbberater Sie in Frühlings-, Sommer-, Herbst-, oder Wintertypen einteilen, kann Bettina Schembra genau sagen, ob Sie ein Yin- oder ein Yang-Typ sind.

Möchten Sie es selbst herausfinden? Hier ein Test: Haben Sie kalte Hände, kalte Füße? Bevorzugen Sie warme Speisen und Getränke? Haben Sie feuchte und fettige Haut? Ist Ihr Urin hell und reichlich? Dann sind Sie ein Yin-Typ. Und anders herum: Haben Sie warme Hände, warme Füße, lieben Sie kalte Speisen und Getränke? Ist Ihre Haut trocken? Ist Ihr Urin gelb und konzentriert? Dann sind Sie ein Yang-Typ. Kein Problem, sagen Sie, doch jetzt wird es schon komplizierter. Denn auch jedes Körperteil ist entweder mehr Yin oder mehr Yang. Yang-Organe sind zum Beispiel Magen, Dickdarm und Dünndarm, Blase und Gallenblase, also alles, was aktiv arbeitet. Sie nehmen die Nahrung auf, verarbeiten sie und scheiden wieder aus, was der Körper nicht mehr benötigt. Yin-Organe sind die Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Niere und Lunge, also alles, was passiv ist und die Lebenssubstanzen, wie Blut und Säfte bewahrt.
Ziemlich kompliziert, was sich die Chinesen da ausgedacht haben, doch Bettina Schembra bringt es gut rüber und etliche Zuhörer greifen zu Block und Papier und schreiben mit.

Yang sind nicht nur warme Hände, trockene Haut und Gallenblase. Yang bedeutet auch, dass Sie aktiv, leidenschaftlich, schnell ungeduldig und ärgerlich werden. Und die Gallenblase wiederum reguliert die Eigenschaft Mut. Eine Operation an der Gallenblase kann also schwerwiegende Folgen auf das Gefühlsleben und somit auch auf die übrigen Körperfunktionen haben. Und jetzt wird es klar: TCM ist das Zusammenspiel körperlicher Funktionen und geistiger Charaktereigenschaften. Ist die dauernde Wechselwirkung und Verbindung der unsichtbaren Welt mit der sichtbaren.

Im Tagungsraum „Alhambra“ herrscht Harmonie, gedämpftes Licht und im flackernden Schein der Kerzen ein sehr aufmerksames Yang. Achtzig Menschen sind fasziniert. Wer hätte das gedacht. TCM ist nicht einfach Akupunktur. TCM viel, viel mehr als ein bisschen Nadeln stechen. Bettina ist noch längst nicht fertig. Sie berichtet von äußeren und inneren Ursachen der Erkrankung, von falscher Ernährung und wie sie als Therapeut der Traditionellen Chinesischen Medizin eine Diagnose-Erhebung durchführt. Bettina fragt und fragt und fragt, betrachtet und beobachtet, hört auf die Stimme des Patienten und registriert ob Geruch oder nicht. Sie betastet und fühlt und lässt sich die Zunge zeigen. Sie fühlt den Puls und weiß dann in der Regel wo es lang geht. Keine Frage, ein Therapeut der Traditionellen Chinesischen Medizin muss hellwach und konzentriert sein. Bettina, seit über elf Jahren im Thema und unterrichtet von den besten Lehrern, ist es. Und was die Praxis anbelangt, ist sie kaum zu schlagen. Natürlich beherrscht sie die Akupunktur, doch noch lieber greift sie zu Kräutern. In China sagt man: „Wer Kräuter praktiziert, ist der große Doktor, wer nur Akupunktur betreibt, ist der kleine Doktor“. Bettina ist der große Doktor - aber ein europäischer! Sie arbeitet am liebsten mit Granulaten, denn original chinesische Kräuter übergießt man nicht einfach mit heißem Wasser. Manche müssen sechs Stunden kochen. „Das ist zum Scheitern verurteilt“, sagt sie. Und trotzdem - Opfer muss man bringen, denn auch das Granulat schmeckt einfach scheußlich.

Nach fast zwei Stunden Einführung in die tiefe Wahrheit der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Fragerunde eröffnet. Sie will kein Ende nehmen. Achtzig Menschen sind begeistert und dankbar. Achtzig Menschen haben eine andere Sichtweise, ein anderes Denken, eine andere Wahrheit kennen gelernt und freuen sich über das kleine Geschenk, das sie am Ende noch erwartet.
Übrigens, früher hatte ein TCM-Therapeut in China dafür zu sorgen, dass der Patient nicht krank wurde und bezahlt wurde er nur, wenn der Patient gesund blieb.

 

Vortrag Siegfried Schreibers im Europa-Park
vor großem Publikum Lebensmut statt Lebenskrise

20.01.2006

Am Mittwoch, 18. Januar sprach Siegfried Schreiber aus Villingen-Schwenningen zum Thema „Wege aus der Depression - wie gehe ich damit um ?“ im Europa-Park in Rust. 160 Interessierte strömten in das Hotel „El Andaluz“, um Schreibers Vortrag zu hören.
Seit seinem ersten Vortrag im Juli 1999 hilft Siegfried Schreiber Betroffenen, Wege aus ihrer Krankheit zu finden. Seine Vorträge sind bekannt für kompetente und absolut fundierte Information, gepaart mit selbst Erlebten und einem besonderen Humor.
Schreibers Vortrag war der zweite innerhalb der von Europa-Park Chefin Marianne Mack ins Leben gerufenen Vortragsreihe in Deutschlands größtem Freizeitpark.
Die Einnahmen (7,- Euro /Pers.) gehen an den Verein Lichtquelle Ebnet in Freiburg.
Weiter geht es im März mit der Gynäkologin Dr. med. Bettina Schembra zum Thema: „TCM - Traditionelle Chinesische Medizin“ und Ende April mit Dr. Petra Mommert-Jauch zum Thema: „Schlank und fit durch Nordic Walking“

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