Vortragsreihe 2019

 

Dr.

Eckart von Hirschhausen

Humor hilft heilen – wie die Positive Psychologie das Gesundheitswesen verändert Eckart von Hirschhausen in Marianne Macks ehrenamtlicher Vortragsreihe. Knapp 1.100 Zuhörer sind begeistert

04.11.2019

Stürmischer Applaus bevor es beginnt, denn durch eine Seitentür betritt Eckart von Hirschhausen den Dome, den zweitgrößten Saal des Europa-Parks. Knapp1.1.100 Menschen sind schon begeistert, wenn sie ihn nur sehen und spätestens in diesem Augenblick weiß Marianne Mack, dass dieser Abend ein wunderbarer Abschluss eines erfolgreichen Vortragsjahres sein wird....
4. November 16.30 Uhr Europa-Park, Dome. Eckart von Hirschhausen legt los. Zwei sehr wichtige Botschaften will er an diesem Nachmittag den Menschen näher bringen. Medizinische Inhalte auf eine humorvolle Art zu vermitteln, über herzhaftes Lachen nachhaltige Tipps und Botschaften zu geben, die im Gedächtnis bleiben und seine Stiftung „Humor hilft heilen“ (abgekürzt HHH oder ha, ha ha), dem Publikum näher zu bringen. Eckart von Hirschhausen ist bekennend positiv und die „Positive Psychologie“ ist für ihn Psychohygiene, wichtig für Leib und Seele. Und das hat nichts mit „Hände waschen“ zu tun, obwohl das immer eine gute Idee ist. Psychohygiene ist die Erhaltung der seelischen Gesundheit und was sich jetzt gar nicht lustig anhört, bringt der promovierte Mediziner auf seine unnachahmliche Art rüber. Denken Sie mal darüber nach, zum Beispiel morgens auf der Bettkante:“ mal kurz überlegen, wofür stehe ich heute auf? Und wenn Ihnen nichts einfällt – einfach liegen bleiben“.
Keine Frage: Wir brauchen eine Idee, ein Lebensziel, einen Sinn und nicht nur Unsinn.
Am Abend dankbar sein für den Tag und dafür gibt es immer einen Grund. Schreiben Sie ihn auf. O-Ton Eckart von Hirschhausen: „Heute ist mein Partner gut gelaunt neben mir aufgewacht ! Heute ist mein Partner gar nicht aufgewacht – man findet immer etwas Gutes …! Gibt es irgend einen Menschen im Saal der diesen Spruch vergessen wird? Auch für die Intellektuellen gibt es ein Zitat von Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“! Klare Sache: Man muss nur seine Sichtweise ändern!
Dankbarkeit als Grundeinstellung dem Leben gegenüber schützt vor Depression, verringert Stresssymptome und Schmerzen, lässt besser schlafen und stärkt für kommende Krisen.
Der Moderator und Wissenschaftsjournalist ist Jahrgang 67 – also über 50 und kommt langsam in die Jahre! Auch das ist sein Thema, doch er nimmt es mit Gelassenheit. Was er mit 20 konnte, kann er noch heute – nur nicht am gleichen Tag. Seine Schmerzen im linken Knie können keine Alterserscheinung sein, denn das rechte tut nicht weh und es ist genauso alt! Also, was soll das ganze Theater.
Seelische und körperliche Gesundheit entwickeln sich unterschiedlich. Und das zweite Leben beginnt, wenn man kapiert, dass man nur eins hat. Das Risiko an Alzheimer zu erkranken ist nur halb so groß, dafür das Leben umso erfüllter, wenn man sich auf das Alter freut, anstatt mit ihm zu hadern. Und natürlich gibt es auch Botox (ein Nervengift) um die Lachfalten im Gesicht zu glätten, doch die vermeintliche Verjüngung, bekommt man nicht umsonst. „Sie wirken gleich um 30 IQ-Punkte (Intelligenzquotient) dümmer und können erst lachen, wenn Sie die Knie anziehen,“ irgendwie hat man das Gefühl, dass unser Referent dagegen ist.
Eckart von Hirschhausen liebt den Kontakt zu seinem Publikum. Gerne geht er durch die Reihen und fragt nach dies und jenem, freut sich über anwesende Ärzte/Innen, Pfleger/Innen und Sozialarbeiter/Innen und bietet sofort eine Schulung an, als die erste Frage kommt. Denn „Humor hilft heilen“ will gesundes Lachen in die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bringen und er stellt auch gleich das neue Projekt vor, das von den Spenden dieses Abends finanziert werden wird. Denn Eckart von Hirschhausen erhält kein Honorar und gemeinsam mit Marianne Macks Förderverein „Santa Isabel e.V. - Hilfe für Kinder und Familien – werden triste Krankenzimmerwände und -flure eines Krankenhauses in der Region mit wertvollen, kindgerechten, wunderschönen und lustigen Bildern geschmückt werden. „Schwerstkranke Kinder zum Lachen und traurige Augen zum Leuchten zu bringen, ist unser gemeinsames Ziel,“ Marianne Mack und Eckart von Hirschhausen freuen sich auf dieses gemeinsame Projekt.
Ein Nachmittag voller Informationen und Freude, voller Komik und Lachen, das aus dem Herzen kommt, ist vorbei. Eckart von Hirschhausen signiert noch seine Bücher und auch dafür hat er einen
guten Tipp an alle Frauen: Soll er vielleicht schreiben: „Für Horst“ oder lieber einfach nur „Für Dich“, dann kann man immer noch überlegen, ob es der eigene Mann bekommt oder der Yoga-Lehrer!
Knapp 1.100 Menschen sind ein bisschen neidisch, auf die Glücklichen, die jetzt schon voller Freude auf seinen Auftritt in Rastatt warten. Diese Menschen haben vor sich, was sie leider hinter sich haben. Denn Eckart von Hirschhausen ist schon auf dem Weg.......

Karsten Homann

 
Die Welt ist bunt
Farbe und Persönlichkeit -oder: Bringen Sie Farbe in Ihr Leben -
Karsten Homann in Marianne Macks ehrenamtlicher Vortragsreihe
„Neue Perspektiven"

09.10.2019

 

Der Himmel ist blau, die Wiese wunderbar grün, die Blumen leuchtend rot, die Sonne  gelb. Und sobald sie vom Himmel strahlt geht es uns gut, zumindest viel, viel besser.  Alles ist leichter, die Sorgen werden kleiner und die Freude dafür umso  größer. Keine Frage: Die Welt ist nicht weiß oder schwarz – die Welt ist bunt.

9. Oktober , Europa-Park, Hotel Colosseo, Raum „La Scala“, um 19.30 Uhr.  Karsten Homann, diplomierter Farbberater (ICA), Interior Designer, colorlytik ® Trainer und Keynote Speaker will uns in seine bunte Welt entführen, die er so liebt.  Im Rahmen von Marianne Macks ehrenamtlicher Vortragsreihe „Neue Perspektiven“  will er über Farben, Licht und Leben referieren – eindeutig seine Leidenschaft. Denn „Farbe und Licht haben großen Einfluß auf unser Wohlbefinden, unsere Motivation und letzten Endes unsere Psyche und damit auch auf unsere Gesundheit,“  erklärt der Referent.

Farbe ist nicht einfach nur schön anzusehen oder ein Gestaltungsmittel, sondern weitaus mehr. Farben machen etwas mit uns und beinflussen uns auf vielen Ebenen. Sie können das Leben erleichtern aber auch beschwerlicher machen. „Farbiges Licht wirkt überall, an jeder Stelle unseres Körpers und bringt die Zellen in Schwingungen“.

Farbiges Licht hat Karsten Homann nicht dabei, dafür  trägt eine dunkelblaues Sakko und das nicht ohne Grund. Denn im dunklen Blau steckt Kompetenz. Man glaubt ihm eher was er sagt, Blau fördert Sprachfähigkeit und klares Denken und  macht es ihm einfach leichter sein Wissen an den Mann/ die Frau zu bringen. Ein blaues Outfit wirkt selbstbewußt und symbolisiert Wahrheit, Phantasie, geistige Erkenntnis und Ausgeglichenheit - also genau das richtige für diesen Abend.

Blau ist die Farbe des Himmels und des Wassers und der unendlichen Weite. Sie ist die  unangefochtene  Lieblingsfarbe der Deutschen und außerdem die kälteste Farbe des Farbspektrums. Im Raum  wirkt sie kühl und ruhig, gibt Weite und macht größer. 

 

Rot ist die Liebe, Grün ist die Hoffnung, wir fahren ins Blaue, haben eine blütenweiße Weste,  ärgern uns schwarz, werden aber auch rot vor Wut, sind manchmal blau, oder sehen alles grau in grau.... Wir sind umgeben vom Zitaten und Sprüchen, die durch Farben ausdrücken was wir fühlen. Haben Farben und farbiges Licht  wirklich so eine große Wirkung? „Sie sind mächtige Einflussfaktoren auf unser Leben. Farbe kann müde oder frisch machen, motivieren oder deprimieren, die Konzentration fördern oder sie herabsetzen“.

Farben manipulieren uns Tag für Tag, denn selbst unsere Mahlzeiten sind davor nicht sicher. Das Auge isst mit und nimmt sofort auf, was so alles geboten wird.  So kann der gleiche Wein gefühlt mal sauer und unreif, wässig oder harmonisch sein, das Steak mal saftig oder trocken, denn grünes, rotes oder gelbes Licht beeinflussen.   Kakao schmeckt aus orangefarbenen Bechern viel schokoladiger als aus roten und von blauen Tellern isst man weniger. 

Knapp 250 Zuhörer denken darüber nach, denn alle diese Prozesse laufen nicht bewußt ab. Unser Unterbewußtsein übernimmt die Führung mit eindeutigen 98 Prozent. „Tatsächlich beträgt der Anteil der bewussten Wahrnehmung gerade einmal 2 Prozent“, sagt der Referent.  Also nicht der Kopf, sondern der Bauch entscheidet, ob wir uns wohlfühlen oder nicht.

Heute Abend steht das außer Frage. 250 Zuhörer fühlen sich ausgesprochen wohl. Doch woran liegt das? Unsere 2 Prozent bewusste Wahrnehmung sagt eindeutig es liege wohl am Referenten, am interessanten Thema und an den spannenden Erkenntnissen. Und unsere 98 Prozent fügen hinzu: Schau Dich mal um, ein warmes, stimmungsvolles Licht, ein in zarten Farben gestrichener, mit  Bildern und Ornamenten geschmückter Raum, Stühle und Technik vom feinsten und nachher kannst Du noch etwas trinken oder sogar essen......einfach super!

„Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, beherrscht der Europa-Park perfekt – wo Sie auch immer sind ist es harmonisch und stimmig“, Karsten Homann ist an diesem Abend besonders gerne hier, denn genau vor 15 Jahren hat er seine Frau im Europa-Park im Hotel Colosseo unter dem Colosseobogen  kennen gelernt.      

 

Fazit dieses informativen Abends: Keine Farb- und Stilberatung, Kein Frühlings-Sommer-Herbst-Winter-Typus, dafür jede Menge Wissen darüber, was  Farbe bewirken kann und wie selbst farbiges Licht unser Unterbewußtsein beeinflusst. 

Zwei Stunden voller Informationen sind vorbei. Begeisterte Zuhörer gehen nach Hause und überdenken ihre Räume, ihre Kleidung, ihren Arbeitsplatz.  Farbe ins Leben eines behinderten 8jährigen Jungen haben alle gemeinsam heute gebracht. Denn die Spenden gehen zu 100 Prozent über Marianne Macks Förderverein „Santa Isabel e.V. - Hilfe für Kinder und Familien an die betroffene, leidgeprüfte Familie.   

 

Das Buch zum Thema:

„Wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, steich sie einfach himmelbau“ Von Carmen und Karsten Homann ISBN 978-3-9821311-0-8.

Dr.

Volker Busch

 

Glück hat wer zufrieden ist – Die Psychologie eines gelingenden Lebens Vortrag mit Neurowissenschaftler

Dr. Volker Busch Im Rahmen von Marianne Macks ehrenamtlicher Vortragsreihe „Neue Perspektiven“

Friedhelm Beyersdorf

Prof. Dr. Dr.

Marianne Macks ehrenamtliche Vortragsreihe „Neue Perspektiven“ „Was Ihnen Ihr Herz nicht verzeiht und wie Sie es schützen können“ Vortrag mit Professor Dr. Dr. Friedhelm Beyersdorf

02.04.2019

Am 22. Tag der Schwangerschaft, geschützt im Mutterleib, geschieht das Wunder. Ein kleines Herz beginnt zu schlagen. Allein bis zur Geburt 50 Millionen Mal! Es schlägt und schlägt – Tag wie Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr.....Im Laufe eines Lebens zwischen 2,7 bis 3,3 Millarden Mal, wenn man von der durchschnittlichen Lebenserwartung ausgeht. 2.700.000.000 mal - eine unvorstellbare Zahl! Doch das Herz ist viel, viel mehr als eine Pumpe. Es kommuniziert mit dem Gehirn auf verschiedenste Weise und gilt als Sitz unserer Emotionen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut,“ sagte schon der kleine Prinz bei Antonie de Saint-Exupéry. 2. April 2019, Europa-Park, Hotel Colosseo, 19.30 Uhr. Professor Dr. Dr. Friedhelm Beyersdorf, ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen, legt los. „Was Ihnen Ihr Herz nicht verzeiht und wie Sie es schützen können,“ ist der Titel seines Vortrags. „Schützen“ ist das Thema, das Friedhelm Beyersdorf besonders am Herzen liegt und hier seine Ratschläge: „Rauchen“ ist das absolute „no go“ – oder „geht gar nicht“ auf neudeutsch. „Rauchen ist wie russisches Roulette, jeder zweite bekommt Probleme und bei Frauen steht Lungenkrebs bereits vor Brustkrebs als Todesrate,“ ermahnt der Herzchirurg sehr eindringlich! „Rauchen kostet zwischen 13 und 20 Jahren Lebenszeit“! Sein Tipp an alle Raucher: Suchen Sie sich Hilfe. Es gibt gute Raucherentwöhngsprogramme. Weiter geht’s: Verabschieden Sie sich von überflüssigen Pfunden. Vor allem Rettungsringe um die Taille sind nicht gerade attraktiv und eine ernste Gefahr. Das Bauchfett produziert Entzündungsstoffe und Übergewicht ist oft gekoppelt mit Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten – eine fatale Kombination. Jeder Zentimeter weniger lässt Ihr Herz aufatmen.

 

Tipp Nr. 2: Kaufen Sie sich ein Blutdruckmessgerät. Messen Sie Ihren Blutdruck selbst und imme an beiden Armen. Sind die Werte unterschiedlich, dann stimmt immer der höhere Wert. Zeigen Sie diese Werte Ihrem Arzt, es könnten wichtige Hinweise auf eine aterielle Verschlusskrankheit sein. Bluthochdruck bereitet oft überhaupt keine Beschwerden, können aber auch die Nieren schädigen und erhöhen die Gefahr eines Schlaganfalls. 500 interessierte Zuhörer werden nachdenklich. Es geht in eine Richtung, die nur allzu vertraut ist. Das Motto lautet: Tu was! Und es ist noch lange nicht alles was man tun sollte, wenn man nicht nur einfach alt werden, sondern dabei auch noch gesund bleiben will.

 

Tipp Nr. 3: Messen Sie Ihren Blutzucker. Nüchtern sollte er unter 100 mg sein und nach dem Essen unter 130 mg. Blutzucker darf nicht zu hoch sein, da er auf Dauer die Blutgefäße und Organe schädigt.
 

Tipp Nr. 4: Cholesterin gehört zu den Blutfetten, die eine wichtige Aufgabe erfüllen. Doch auch hier gilt: Eine zu hohe Konzentration von „schlechtem“ Cholesterin ist gefährlich, da es einen zu hohen Anteil an einer fettähnlichen Substanz hat (so genanntes Lipid).
 

Tipp Nr. 5: Bewegen Sie sich und „ich habe keine Zeit“ ist keine gute Ausrede. Meiden Sie den Fahrstuhl, fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit, gehen Sie in eine Herzsportgruppe oder werden Sie Mitglied in einem Sportverein. Auch das Fitnesscenter mit einer guten Anleitung ist zu empfehlen oder – wenn es der Geldbeutel erlaubt – buchen Sie einen Personal-Trainer. Wie auch immer – bewegen Sie sich – 30 Minuten, dreimal in der Woche sind ein guter Anfang. Friedhelm Beyersdorf schaut in die Runde. Seine Zuhörer sind still geworden. Viele bekannte Gesichter sind unter ihnen. Patienten, denen er helfen konnte und die jetzt ein neues, gesünderes Leben beginnen möchten. „Dass wir immer länger leben haben wir natürlich auch der Medizin zu verdanken“, sagt er, „doch auch einer ausgewogenen Ernährung, bei der sogar Rotwein in Maßen erlaubt ist“. Das freut natürlich viele. Doch darauf achten, dass im Körper keine Entzündungen sind und einmal im Jahr zum „TÜV“ gehen, der in diesem Fall der Hausarzt ist. Spannend wird es, als der Chirurg von den neuesten Entwicklungen in der Medizin spricht. Von der Zukunftsforschung, von der Digitalisierung, von „Uhren“, die alle Körperfunktionen überprüfen
können und Tests, die Krankheiten voraussagen. Von „Kunstherzen“ und Menschen, die schon 23 Jahre mit dem Herz eines Toten leben. Und von der Forschung, die darauf zielt, noch länger zu leben. Und doch: Das Herz schlägt etwas 100.000 Mal am Tag und pumpt dabei bis zu 10.000 Liter Blut
durch die Blutgefäße – 81Jahre oder länger. Es gibt bis heute keine Maschine, die das schafft. Da ist ein jährlicher „TÜV“, Bewegung, ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und zu viel Alkohol und ein bisschen kümmern um ein paar weitere Dinge nicht zu viel verlangt. 500 Zuhörer sind begeistert und Marianne Mack voller Dank für diesen kompetenten, informativen
und so gut verständlichen Vortrag eines Chirurgen, der sich in seiner wenigen Freizeit für ihre gute
Sache einsetzt.
Die Spenden des Abends gehen auf das Spendenkonto von Marvin, einen fünfjährigen, behinderten
Jungen, dessen Eltern mit viel Eigenarbeit ihr Haus behinderten-gerecht umbauen müssen (Infos zur
Vortragsreihe und dem Förderverein unter www.santa-isabel-ev.com).

16.05.2019

 

Was ist Glück? Ist es die Abwesenheit von Unglück? Ist es Zufriedenheit, Gesundheit oder Geld, Freunde, Job oder Hobbys? Machen Kinder glücklich? Und helfen vielleicht Hufeisen, Schornsteinfeger, Marienkäfer, Glückspfennig (jetzt 1-Euro-Cent-Münze) oder Hasenpfote zum
Glück.

Liegt es am Partner, an den Genen, an den Eltern, an dem Chef, wenn wir Pechvögel sind? Oder sollten wir nach Finnland ziehen, denn dort wohnen nach dem World Happyness Report 2018 die glücklichsten Menschen der Welt. Fragen über Fragen, die eine Antwort suchen. 16. Mai , 19.30 Uhr, Europa-Park, Hotel Colosseo, Raum La Scala. Volker Busch, promovierter Arzt, Neurowissenschaftler und Speaker/Trainer aus Regensburg legt los und knapp 500 Zuhörer sind voller (glücklicher) Erwartung. Zwei Begriffe haben es ihm angetan. Sie heißen „Hedonia“ und „Eudaimonia“. Beide stehen für „Glück“ und sind trotzdem so verschieden wie Feuer und Wasser. Hedonia ist das eigene, kurzfristige Glück. Ein gutes Essen, Sexualität, ein gewonnener Marathon, die Gehaltserhöhung – und speziell für Frauen: ein neues Paar Schuhe! Also ein Wohlgefühl, das genauso schnell wieder weg ist, wie es kommt. Schuld daran ist ein Stoff namens Dopamin. Ihn schüttet unser Gehirn aus, damit wir einen Augenblick lang glücklich sind. Das ist ein schönes Gefühl (vor allen Dingen bei neuen Schuhen). Leider verschwindet es sehr schnell wieder und damit unser Gehirn Dopamin wieder ausschütten kann, müssen wir uns steigern. Also noch ein paar Schuhe zu den 10 Paar, die schon im Schrank stehen, ein schnelleres Auto für den Intensivsozialpartner , die Ostsee reicht nicht mehr, es muss eine Weltreise sein...und so weiter. Denn Dopamin ist auch ein Antriebshormon und schon ist man in einer nicht endenden „Glücks- Spirale“, die auch „Hamsterrad“ heißen könnte. Ja, selbst ein Lotto-Millionär ist nach knapp zwei Jahren genauso glücklich oder unglücklich wie vorher. Es ist still im Saal. Keine Frage, das Schweben auf Wolke sieben, frisch verliebt sein, ein Ziel erreicht haben und dann der Fall zurück in den Alltag - die Zuhörer kennen das zur Genüge. Doch zum Glück gibt es “Eudaimonia“ - das Sinnesglück, oder einfach Zufriedenheit mit unserem Leben. Doch wie erreicht man das? Diese Frage steht in den Gesichtern der Zuhörer geschrieben. „Glück beginnt, wenn wir bei uns bleiben,“ sagt der Neurowissenschaftler. Glück ist Realität ohne Erwartung. Glück ist einen schlechten Film zu erwarten und dann mit einem guten überrascht zu werden. Der Weg zum Glück heißt: ganz schnell raus aus der Erwartungshaltung und hin zum XSGlück anstatt dem XXL-Glück hinterher zu jagen. Glück ist Ziele haben, die Richtung und auch eigene Werte erkennen und verantwortungsvolle Selbstverwirklichung. Ziele gibt es viele und für Volker Busch gibt es dabei keine Wertigkeiten. Ob Familie- oder Karriere, Kunst oder Knete und oft genug ändern sie sich im Laufe eines langen Lebens und dann muss man handeln. Was ist der Sinn in meinem Leben, wo ist mein Platz und wo will ich hin? Das sind Fragen, die sich jeder stellen sollte. Viel Glück dagegen bringt der richtige Partner, das zeigen etliche Studien. Gute Beziehungen und Freunde machen glücklicher und gesünder, wobei die Betonung auf „richtig und gut“ liegt. Doch der schlimmste Feind des Glücks ist Alkohol. Trinken bis zum Umfallen zerstören Beziehungen, Karriere und Gesundheit. Volker Busch bringt viele Beispiele und so wird den Zuhörern auf eine äußerst humorvolle Weise klar, dass auch dauerhaftes Glück eine Menge Eigenarbeit bedeutet und das ist einfach Pech. Ehrenamtliche Arbeit, etwas für andere Menschen tun, macht dagegen ohne Frage glücklich. Und das sind an diesem Abend knapp 500 Zuhörer und Volker Busch. Denn hier wird kein Geld verdient, sondern Geld gespendet. Volker Busch referiert ohne jegliches Honorar und die Spenden der Zuhörer gehen über Marianne Macks Förderverein Santa-Isabel e.V. - Hilfe für Kinder und Familien - an Kiju. Das ist die Abkürzung für den Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst, der schwerstkranke, Abschied nehmende und trauernde Kinder begleitet und betreut. Marianne Mack bedankt sich von ganzem Herzen für das große Engagement von Volker Busch, für die Spenden der Zuhörer und ist glücklich.

  

 

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