Das waren die „Neuen Perspektiven“ in 2016

Es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen und irgendwann in diesen letzten Tagen des Jahres 2016 wird doch jeder etwas melancholisch. Denn schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit (hoffentlich viel) erfüllten und (wenig) unerfüllten Träumen und Wünschen.

Auch Marianne Mack zieht Bilanz und blättert in einem dicken Ordner voller begeisterter Berichte, Reaktionen und Dankesschreiben.

Ihre Akte hat zwei verschiedene Rubriken. „Ehrenamtliche Vortragsreihe „Neue Perspektiven“ heißt die erste. Denn im Laufe dieses Jahres haben  vier hochkarätige Referenten ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihre wertvollen Tipps und ihr schauspielerisches Können an knapp 2.000 Menschen  weiter gegeben. 

Es begann im März : Soul-Sänger Christian Stockert, Alexandra Kamp und Ronald Spiess, zwei Vollblutschauspieler stehen auf der Bühne und verwandeln sich in Emmi Rother und Leo Leike. Sie lernen sich kennen und lieben, sie leiden miteinander ohne sich je gesehen zu haben. Denn die ganze Geschichte ist ein digitaler Flirt, ein Kontakt, der sich nur auf Emails beschränkt – doch die haben es in sich.  „Gut gegen Nordwind“, mittlerweile ein intelligentes Kulttheaterstück vom feinsten, begeistert die Zuschauer, denn es passt in die heutige Zeit.

Schwester Teresa Zukic kommt nicht mit frommen Sprüchen, sondern packt im Mai die Probleme an – und das mit beiden Händen. „Jeder ist normal bis Du ihn kennst – von der spirituellen Kraft Menschen zu (er)tragen ohne den Humor zu verlieren“, lautet ihr Thema. Ihr wichtigster Satz an diesem Abend für viele Zuhörer: „Feier dein Leben, hör auf zu weinen, sei glücklich, denn zu leiden und gekränkt zu sein kostet viel Lebensenergie“. Ihr bester Witz: Geht eine Frau zum Arzt. „Herr Doktor, ich habe einen 100 Euro-Schein verschluckt und jetzt kommen Euro-Münzen heraus!“ Sagt der Arzt: „Kein Wunder, sie sind ja in den Wechseljahren!“.

Im September wird es anstrengend. „Lassen sie ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt“, ist der Ratschlag von Christiane Stenger,  einer 29jährigen, schlanken, hübschen und dazu noch äußerst intelligenten Frau. Sie ist Junioren-Gedächtnis-Weltmeisterin und diesen Titel hat sie wirklich verdient. Denn was ihre 80 Milliarden Nervenzellen alles speichern ist unglaublich und über 450 Zuhörer verlassen mit dem festen Willen den Saal, ihr Gedächtnis zu trainieren. Dieser Abend wird  selbst für die Vergesslichsten einfach unvergesslich bleiben.

Es ist November und die Tage werden immer kürzer und grauer. Bis Nina Ruge, bekannte Moderation, erfolgreiche Buchautorin und Referentin die Bühne betritt. Denn sie bringt den „ Unbesiegbaren Sommer in Dir – und - „Alles wird gut!“ Messerscharfer Verstand, gepaart mit einer Ebene jenseits des Intellekts, die Friede, Glück und tiefe Erkenntnis versprechen, zeichnen diesen ausdrucksvollen Abend aus und geben Kraft für die kommende Zeit – auch für das nächste Jahr.

Marianne Mack denkt gerne an diese wunderbaren Abende zurück , voller Dankbarkeit für die Akteure, die ohne jegliches Honorar aufgetreten sind und  freut sich heute noch über die begeisterten Zuschauer, die gerne ihre Spende gegeben haben.

Marianne Mack blättert weiter und hat das Hightligh des Jahres vor Augen. Ihren „Flohmarkt für den guten Zweck“. Denn im Oktober wurde wieder die Gärtnerei des Europa-Parks in den wohl schönsten, lebendigsten und leckersten Flohmarkt weit über die Region hinaus umgestaltet. Eine Woche harte Arbeit vorher, zwei Tage verkaufen, feiern, Spenden erhalten und danach wieder aufräumen. Fünfzig Helferinnen und Helfer, Freunde, Mitarbeiter und die Familie mussten dran glauben, doch es hat sich gelohnt.

Marianne Mack schaut auf die Kontoauszüge und lächelt. Keine Frage, der Flohmarkt hat die   Vereinskasse gut gefüllt und voller Dankbarkeit widmet sie sich der nachfolgenden Rubrik. Sie ist der Lohn für  allen Mühen.

Förderverein „Santa Isabel e.V. - Hilfe für Kinder und Familien“ steht darauf und hier ist festgehalten, wie viele schwere Schicksale sie durch gezielte und schnelle Hilfe etwas erleichtern konnte. Etliche Anfragen, Unterlagen, Belege hat sie hier abgeheftet. Sie stimmen traurig, doch die Bilder und Dankesbriefe die danach kommen, machen froh.  Strahlende Kinderaugen schwerstbehinderter Kinder, glückliche Eltern, die jetzt wieder mobil sein könnten, Väter, die ihre Kinder allein erziehen müssen, da die Mutter viel zu früh starb. Allein 50 Kindern mit ihren Familien konnte sie in diesem Jahr helfen. Dazu  die familienorientierte Krebsnachsorgeklinik „Katharinenhöhe“, die jetzt ein weiteres Therapieangebot hat, Eltern von frühgeborenen und kranken Neugeborenen, die jetzt intensiv betreut werden können  und „Tigerherz, wenn Eltern Krebs haben“,  kann ihre Arbeit erweitern....  Es gab so viel zu tun, so viel Schmerz zu lindern....

Das Vortrags- und Förderverein-Jahr ist vorbei. Ganz in Gedanken klappt Marianne Mack den Ordner zu und lässt noch einmal Revue passieren. Gemeinsam mit ihr haben viele Menschen etwas bewegt, haben gearbeitet, gespendet, Anteil genommen und Zuwendung gegeben.

Es war ein gutes Jahr.

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